Alles rund um Suchmaschinen und was man mit ihnen anstellen kann
12 Jun
Die neue Windows-Version Windows 7 wird in Europa ohne Internet-Explorer 8 ausgeliefert, die Bündelung von Windows mit dem IE ist laut EU-Kommission ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.
Der Browserhersteller Opera hat Beschwerde eingereicht, Mozilla und Google schlossen sich an. Allerdings mit der Hoffnung, daß Microsoft alternative Browser zur Installation direkt mit Windows anbietet. Nun sieht es so aus als würde das neue Betriebssystem komplett ohne Internetbrowser daherkommen.
Wie Otto-Normaluser dann seine ersten Schritt ins Netz tun soll wird interessant, sicher sollten schonmal zusätzliche Hotliner eingestellt werden um der Flut von Anwendern gerecht zu werden, die sich fragen obs mit Windows 7 nun nicht mehr ins Netz geht.
28 Mai
Die neue Version von Twittie ersetzt nun die deutschen Umlaute, so daß es nicht mehr dazu kommt, daß Twitter die Titelzeile beim Umlaut abschneidet.
Twittie ermöglicht es schnell und einfach seine Blogposts auch auf Twitter anzukündigen, dazu einfach das Plugin aktivieren, Username und Passwort eingeben und los gehts.Twittie nutzt den Kurz-URL-Service von link-to.de um die URL zum Blogpost kürzer zu machen, so daß diese nicht abgeschnitten wird.
So kann man seine Follower auch immer über neue Artikel auf dem laufenden halten.
Der Download findet sich hier:
Viel Spaß mit Twittie, sollte jemand Verbesserungsvorschläge haben oder Twittie selbst anpassen wollen bitte einfach kurz bei mir melden
.
Natürlich gibts auch gute Gründe Twitter nicht zu nutzen, speziell News-Seiten profitieren aber vom Twitter Effekt wie in der Internetworld.de nachzulesen. Und für alle die noch nicht wissen, was es damit auf sich hat gibt es hier eine kleine Einführung in Twitter.
20 Mai
Obs zum Lachen oder Weinen ist mag jeder selbst entscheiden, mit den Themen Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner setzt sich die Seite DuBistTerrorist.de auseinander, durchaus gelungen und mit einer Anlehnung an die “Du bist Deutschland” Kampagne.
Schön gemacht und hoffentlich für viele ein Wachrüttler um sich mit Themen wie Vorratsdatenspeicherung auseinanderzusetzen.
18 Apr
Jetzt ist es amtlich, ganze 5 große Internet-Provider haben zugesichert die von Familienministerin von der Leyen geforderte Internetsperre umzusetzen. Weitere Provider warten noch auf die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage und haben die Vereinbarung nicht unterzeichnet.
Die Internetsperre soll die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Netz verhindern und der Kinderpornoindustrie Einhalt gebieten. Im Grundsatz sicher ein unterstützenswertes Ziel, daran besteht kein Zweifel, die Grundlage für die Entscheidung und die dazu angestrebten Maßnahmen erscheinen aber mehr als zweifelhaft.
So geht von der Leyen beispielsweise von einer florierenden Industrie aus, ob das wirklich so ist darf bezweifelt werden, hierzu hat Udo Vetter einen umfassenden Beitrag geschrieben. Auch heise online setzt sich kritisch mit der Sperrung auseinander, so wird klargestellt, daß der Zuwachs von Kinderpornografie durch das Internet von 111 Prozent nicht etwas aufgrund der effektiven Verurteilungen bemessen wird, sondern nur die Ermittlungsverfahren berücksichtigt. Durch die großangelegte “Aktion Himmel” wurden allein 12.000 Verfahren eingeleitet, von denen laut c’t-Recherchen mindestens die Hälfte im Sand verlief. Auch diese fallen aber in die zitierte Statistik.
Die Internetsperrung wird also aufgrund von zumindest zweifelhaften Daten beschlossen, viel kritischer ist aber das Fehlen jeglicher Kontrollinstanz im Entwurf von von der Leyen, so soll das BKA ermittelte Seiten durch Eintrag in eine Sperrliste direkt an die Provider melden, die diese Sperrung dann technisch umsetzen. Ein richterlicher Beschluß soll dafür nicht nötig sein, ebensowenig wird eine anschließende Prüfung der gesperrten Seiten durch eine zweite Instanz geplant. Auch die Frage was mit Seiten passiert, die illegales Material angeboten haben, aber wieder entfernt haben, bleibt offen. So könnten beispielsweise gehackte Seiten für immer auf der Sperrliste landen.
Da die Sperrliste nicht einsehbar sein soll, können weder Privatpersonen, Verbraucherschützer noch Journalisten die Rechtmäßigkeit einer Sperrung prüfen.
Wer garantiert nun also, daß diese Sperrlisten nur für Seiten mit kinderpornografischen Inhalten Anwendung finden? Ist der Aparat für die Zensur des Internets erst einmal geschaffen wird es ein leichtes, unliebsame Seiten aus dem Verkehr zu ziehen.
Mit einem entsprechenden Kontrollmechanismus könnte man die Sperrlisten vielleicht noch für ein gangbares Mittel halten, doch wie sieht es eigentlich mit der technischen Umsetzung aus? Die Sperrung soll auf den DNS-Servern passieren, die Anfrage an eine gesperrte Seite wird dann nicht auf den Server des Betreibers geleitet, sondern landet auf einer Seite mit dem Sperrhinweis.
Sehr schön finde ich hierzu den bei heise online zitierten Kommentar eines Technikers bei einem Provider: Diese Art der Sperrung sei „eigentlich schwachsinnig“ und treffe höchstens „Fritzchen Doof“. Sprich, die Sperrlisten sind für jeden der eine Suchmaschine und eine Maus bedienen kann mit wenigen Klicks zu umgehen. Wer gesperrte Inhalte sehen will, wird dies auch in Zukunft können, ein Mehraufwand von schätzungsweise 30 Sekunden (einmalig) wird sicher niemanden abhalten können.
Doch wozu dann der ganze Aufwand und warum wird die Internetsperrung so vehement vorangetrieben? Der Kampf gegen Kinderpornografie kann es allem anschein nach nicht sein, zwar verschwinden die gesperrten Seiten aus dem normalen Internet, sind aber trotzdem für jeden abrufbar, der diese Inhalte sehen möchte. Durch die Sperrung werden weder Server abgeschaltet noch verhindert Sie die Verbreitung von Kinderpornografie.
Wozu also das ganze? Sicher wirkt die Aktion wie ein großer Schlag gegen Kinderpornografie, letztendlich bleibt aber nur die Schaffung einer Internetzensur, bei der anzunehmen ist, daß sie sich auch auf andere Bereiche ausdehnen wird.
Um es klarzustellen, Kinderpornografie ist in jedem Fall abzulehnen und sowohl Drahtzieher als auch Konsumenten sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Die geplanten Sperren helfen aber weder bei der Suche nach den Urhebern noch verhindern Sie die Verbreitung. In diesem Fall sieht es so aus, als würde die Kinderpornografie als Vorwand benutzt um ein umfassendes Zensurinstrument zu schaffen. Die Umgehung dieser Zensur ist zwar selbst für technische Laien unproblematisch, aber viele Menschen werden diese Sperre nicht umgehen und surfen dann im zensierten Web. Solange sich die Sperrung nur auf illegale Inhalte bezieht sicher kein Verlust, wenn aber Seiten versehentlich gesperrt werden oder kritische Seiten bewußt auf die Blacklist gesetzt werden ist eine umfassende Information zu vielen Themen nicht mehr sichergestellt.
Wenn selbst Missbrauchsopfer gegen die Internetsperren vorgehen, sollte sich von der Leyen vielleicht doch noch einmal Gedanken machen. Die Sperrung von Inhalten ist in keinem Fall der richtige Weg um gegen die Urheber vorzugehen.
Bleibt zu hoffen, daß Protestaktionen und zahlreiche Artikel zum Thema für eine Aufklärung in der Bevölkerung und bei den Politikern sorgen und die drohende Zensur des Internet abgewendet werden kann.
16 Apr
Als Ergänzung zum normalen Cookie-Tracking führt das Affiliate-Netzwerk belboon nun das sogenannte Flash-Tracking ein, dabei wird ein zusätzlicher Cookie gesetzt, der über den Flash-Player gespeichert wird und damit auch unabhängig vom verwendeten Browser ausgelesen werden kann. Ein weiterer Vorteil der Flash-Cookies ist, daß diese bisher nicht blockiert werden und unabhängig von den Datenschutzeinstellungen im Browser akzeptiert werden.
Speziell im Hinblick auf die Private-Browsing Funktionen von neuen Browsern stellt das Flash-Cookie sicher eine gute Alternative zum herkömmlichen Tracking dar. Wieviel User die Private-Browsing Funktionen wirklich nutzen ist natürlich die andere Frage, sicherheitsbewußte User verwenden schon in den aktuellen Browsern Plugins um Ihre Spuren zu verschleiern oder löschen die Cookies regelmäßig. Dem 08/15-User ist die Cookie-Flut meist relativ egal und er wird wahrscheinlich die Private-Browsing Funktionen links liegen lassen.
Den Tod des Affiliate Marketings bedeuten die Private-Browsing Funktionen sicher nicht, zwar ermöglicht der neue IE8 ein effizienteres Verwischen der Spuren im Web, der Ottonormal-User wird diese aber wohl kaum nutzen.
Für Flash-Cookies muß natürlich der Flash-Player beim Benutzer installiert sein, in Zeiten von youtube und Web 2.0 dürfte das aber bei der Mehrzahl der User der Fall sein. Um das Flash-Cookie zu setzen wird kurz eine Zwischenseite eingeblendet, die für den User auch sichtbar ist. Dadurch wird dem Benutzer natürlich auch bewußter, daß er gerade über einen Trackingserver geschoben wird. Ob das negative Auswirkungen haben kann sei dahingestellt.
Mehr zum Thema gibts auch bei Affiliate-Marketing.de.
18 Mrz
Nach einiger Auseinandersetzung mit Twitter bin ich nun wirklich zu dem Schluß gekommen, daß es vielleicht für Marketingmaßnahmen eine ganz nette Sache sein mag, daß ich aber nie meine privaten Gedanken auf Twitter posten würde. Wohin ein allzu freizügiger Umgang mit solchen Äußerungen führen kann zeigt diese Story bei golem.de.
Man sollte sich also genau überlegen, was man so twittert, genau wie bei Blog- und Foreneinträgen gibt es hier keine absolute Anonymität und man kann nie sicher sein, wer sonst noch mitliest.
Schon komisch, in Deutschland macht man sich Sorgen über Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung, derweil twittern Millionen Menschen fröhlich Ihre intimen Details. Sicher interessiert es keinen, daß Susis Hamster grad im Käfig verrückt spielt… Wer aber täglich einen Dienst wie Twitter nutzt denkt früher oder später nicht mehr über den Inhalt seiner Tweets nach und postet auch mal Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind.
Ein interessanter Eintrag findet sich auch im Blog der taz, eigentlich sind wir durch Web 2.0 Dienste bereits auf dem besten Weg zum gläsernen Menschen, dank des Hypes der darum entstanden ist fällt das aber fast keinem mehr auf.
Früher war man eben nicht erreichbar, heute wird vor dem Besuch des stillen Örtchens erst mal ein Post abgesetzt, der etwa den selben Gehalt an Sinn hat wie das anschließend folgende Ausscheidungsprodukt.
Im Umgang mit den neuen Möglichkeiten sollte man meiner Meinung nach doch etwas Vorsicht walten lassen und nicht jedem Einblick in sein Seelenleben gewähren. Sicher kann man bei Twitter & Co noch entscheiden was man der Öffentlichkeit zugänglich macht, der Schritt zum gläsernen Menschen ist aber in jedem Fall getan.
12 Mrz
Wenn sich eine Seite mit einem bestimmtem Thema auseinandersetzt, gute Beiträge verfaßt und häufige Updates bringt kann diese schonmal im Ranking steigen. Speziell bei Fanseiten kann dieser Effekt aber auch nach hinten losgehen, vor allem wenn dahinter nicht ein Hobby-Webmaster steckt, sondern jemand der aus der Seite Profit schlagen will. Dabei sollte es doch eigentlich egal sein ob ein professioneller SEO nun eine Themenseite aufzieht, oder der Fan von nebenan. Wenn die Fanseite im Ranking der Suchmaschinen über dem Anbieter steht ist das sicher schön für den Seitenbetreiber, kann aber auch jede Menge Ärger einbringen, wie der Fall von DSDS-News beweist.
Ob nun wirklicher Fan oder SEO der aus der Seite Gewinn erzielen möchte, Seitenbetreiber sollten vor solchen Aktionen geschützt werden. Nach über 3 Jahren auf einmal auf Markenrechte zu pochen die vorher nie angemeldet wurden läßt schon darauf deuten, daß die Seite einfach zu erfolgreich war. Auch die Tatsache, daß viele kleinere Blogs zum selben Thema verschont bleiben, spricht für sich. Sicher steckt hinter der Page ein professioneller SEO, ob die Seite aber nur einen kommerziellen Hintergrund verfolgt sei dahingestellt. Immerhin setzt sich der Betreiber ja aktiv mit der Show auseinander und auch einem SEO sollte es erlaubt sein, zu seinen Interessen im Web zu bloggen.
Das man auf die Idee kommt auf einer gut frequentierten Seite Werbung zu schalten dürfte auch niemanden verwundern, immerhin entstehen dadurch ja auch Kosten in nicht unerheblicher Höhe.
Mehr Infos zum Thema finden Sich auch beim Basic Thinking Blog.
11 Mrz
Wie bereits angekündigt habe ich zum Einstieg ins Twittern erstmal ein neues Plugin geschrieben, die bestehenden haben entweder nicht die Funktion erfüllt oder schlicht und ergreifend nicht funktioniert. Der Zugriff auf fremde URLS ist ja immer so ein Thema, manche Plugins regeln das mit fopen oder fsockopen, meine bevorzugte Variante ist hier immer noch curl.
Um das Plugin einzusetzen muß Euer Server/Hoster also curl installiert haben, in den meisten Fällen dürfte das der Fall sein.
Dann fehlte nur noch ein klangvoller Name, herausgekommen ist Twittie.
Twittie bringt bei jedem neuen Blogpost eine Meldung auf Twitter, große Anpassungsmöglichkeiten gibt es in der Version 1.0 noch nicht. Twittie funktioniert auch bei geplanten Posts, die erst in der Zukunft veröffentlicht werden.
Da Twitter ja nur 140 Zeichen unterstützt wird die URL zum Blogpost vorher durch den Short-URL-Service von link-to.de gejagt. So entsteht eine kurze URL, die zusammen mit dem Namen des Blogs und dem Titel des Posts auf Twitter veröffentlicht wird. Die URL wird von Twitter automatisch klickbar gemacht, bei genügend followern auf Twitter kann man also auch durchaus auf mehr Besucher auf seinem Blog hoffen.
Wie gesagt, das ist das erste Release von Twittie, wer Bugs findet oder eine neue Funktion benötigt kann sich gerne bei mir melden.
Das das Thema Wordpress und Twitter durchaus interessant ist sieht man an diversen Blogeinträgen, hier gibts beispielsweise die 10 besten Twitter-Plugins (wieso ist da meins nicht dabei?
. Auch Adrian ist auf der Suche nach Twitter für seinen Blog.
Ich hoffe mit Twittie zumindestens einigen Bloggern ein gutes Tool zu liefern.
Hier könnt Ihr Twittie direkt herunterladen.
Das Plugin wird einfach installiert, anschließend tragt Ihr in den Einstellungen auf der Seite Twittie Eure Zugangsdaten für Twitter ein. That´s all folks
10 Mrz
Nun hab ich mich auch mal dazu durchgerungen Twitter zu nutzen, wobei ich mich ja erst dem Zitat auf der Webseite anschließen wollte: “sounds totally ridiculous and stupid when you first hear about it”.
Aber man sollte ja offen für Neues sein und deswegen wollte ich Twitter nicht gleich als sinnlos abtun und werde es jetzt einfach mal ausprobieren. Neue Blog-Beiträge gibts jetzt also auch immer auf meinem Twitter-Profil. Und was mir sonst noch einfällt wird auch bei Twitter landen.
Ob es Sinn macht wird sich zeigen, erstmal mußte jedenfalls ein Plugin gefunden werden um Blogsposts automatisch auch zu twittern
. Und weil mal wieder nicht das passende dabei war, mußte eben auf die schnelle ein neues her, sobald das Plugin aus der Beta-Phase raus ist, werde ich es auch hier veröffentlichen.
9 Mrz
Wie bei golem.de nachzulesen soll in Kürze ein revolutionärer Durchbruch im Suchmaschinenbereich auf uns zukommen. Anstatt dem Benutzer nur möglichst passende Suchergebnisse zu präsentieren will Wolfram Alpha die Antwort auf Fragen finden und dem Benutzer direkt anzeigen.
Das System entwickelt der Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram mit einem Team von rund 100 Mitarbeitern. Bereits im Mai 2009 soll eine erste Version für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ob Wolfram Alpha wirklich die Antwort auf alle Fragen finden wird? Warten wir es ab, interessant wäre hier sicher die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem. Ob Douglas Adams in “Per Anhalter durch die Galaxis” wohl recht behält und auch die neue Suchmaschine hier 42 ausspuckt?
In jedem Fall können wir gespannt sein, was sich da so tut. Nachdem Wolfram Alpha nur die Antwort und keine Verweise auf Webseiten ausspuckt, können sich SEOler aber schonmal zurücklehnen, keine Anpassungen an eine neue Suchmaschine…