Alles rund um Suchmaschinen und was man mit ihnen anstellen kann
28 Okt
Laut Berichten von golem.de testet Google zur Zeit eine SearchWiki-Funktion, bei der Benutzer aktiv die Suchergebnisse beurteilen und auch Ergebnisse ausschließen bzw. an die erste Stelle setzen können. Die Funktion scheint für einige Benutzer mit aktivem Google-Konto aktiviert zu sein und bezieht sich im Moment natürlich nur auf die eigenen Suchergebnisse. Wenn man bei einer Suche also eine Seite als nicht hilfreich einstuft und diese aus den Suchergebnissen entfernt, wird sie auch in Zukunft nicht mehr angezeigt. Ebenso verhält es sich mit Seiten, die man in den Suchergebnissen nach oben schiebt.
Durch die Kommentierungsfunktion erlaubt Google dem Benutzer Notizen zu bestimmten Suchergebnissen zu machen.
Die Funktionalität ist im Moment wohl noch in der Testphase und nur einigen Usern zugänglich. Ich konnte noch nichts davon sehen.
Die Frage aller Fragen ist jetzt wohl, ob diese Daten irgendwann produktiv eingesetzt werden, so daß die Benutzer aktiv die Reihenfolge von Suchergebnissen beeinflussen können. Wenn das umgesetzt werden sollte, könnte es durchaus das Ende der klassischen Suchmaschinenoptimierung bedeuten, da es dann wieder darauf ankommt benutzerfreundliche Seiten und hochwertige Inhalte zu erstellen.
Wenn also ein paar tausend User eine Seite aus Ihren Suchergebnissen löschen, kann sich dahinter wahrscheinlich kein besonders hilfreicher Content verbergen, folglich könnte Google dazu übergehen, diese Seite im Ranking nach unten zu setzen. Analog wäre die Vorgehensweise wenn viele Benutzer eine Seite auf Platz 1 Ihrer persönlichen Ergebnisliste stellen.
Ob und wann diese Funktion kommt steht sicher in den Sternen, unwahrscheinlich ist sie aber nicht, wenngleich auch der Alptraum zahlreicher Suchmaschinenoptimierer. Wenn es wirklich wieder auf den Content einer Seite ankommt und man nicht mehr nur einen Algorithmus sondern einen echten Menschen von der Qualität einer Webseite überzeugen muß…..
27 Okt
Es gibt verschiedene Arten den User von einer auf die andere Seite weiterzuleiten, muß man auf der Zwischenseite keinen Code anzeigen ist das Mittel der Wahl ein einfacher http-redirect mittels der header-Anweisung von php. Sobald aber auf der Zwischenseite etwas angezeigt werden soll, beispielsweise ein Trackingcode zum Erfassen von Clickouts, wir die Sache schon komplizierter. Dann verhält sich nämlich jeder Browser je nach verwendeter Redirect-Methode anders und übergibt den Referer entweder, oder läßt ihn unter den Tisch fallen.
Das Problem dabei ist, daß zum Beispiel beim Clickout auf Affiliate-Programme der Referer übergeben werden sollte, ansonsten sieht man sich vielleicht bald mit Fragen bezüglich der Trafficquelle konfrontiert.
Deswegen hier eine Übersicht der gängigsten Redirects und dem Verhalten von Firefox, Internet Explorer, Opera und – last but not least – Safari.
Beim Test wird auf ein Link auf eine Seite gesetzt, die den Redirect ausführt. Das Redirectziel zeigt anschließend den Referer an. Der Redirect geht über verschiedene Domains um verläßliche Daten zu erzeugen, die Browser sind in der Standardkonfiguration ohne Sicherheits- oder Privacy-Plugins.
Redirect mittels php header():
Mittels PHP wird weitergeleitet, dabei kann man noch einen http-code übergeben, beispielsweise 302:
<?php
header(”Location:http://www.ziel.com/”);
?>
Hier verhalten sich wirklich mal alle Browser identisch, als Referer wird der Ursprung übergeben, also die Seite, von der man auf das redirect-Skript linkt. Beim Redirect mittels header hat man allerdings keine Möglichkeit mit Trackingcode zu arbeiten, da jede Browserausgabe die Weiterleitung verhindern würde.
Meta-Refresh im HTML Head
Der zweite sehr gängige Ansatz ist der sogenannte Meta-Refresh, hier wird im HTML-Kopfbereich die Anweisung zur Weiterleitung in den Meta-Tags gegeben, das ganze sieht dann so aus:
<html>
<head>
<meta http-equiv=”refresh” content=”0;url=http://www.ziel.com/”>
</head>
</html>
Die Angabe 0 im Content-Bereich gibt die Anzahl von Sekunden an, die vor dem Redirect gewartet werden soll. 0 steht also für sofortige Weiterleitung. Hier kann man auf der HTML-Seite noch Trackingcode unterbringen.
Bereits bei diesem Redirect gehen die Verhaltensweisen der Browser auseinander, immerhin sind sich jeweils 2 Vertreter einig: Firefox und Internet Explorer übergeben einen leeren Referer, bei Opera und Safari wird als Referer die weiterleitende Seite übergeben, also die, auf der der Meta-Refresh eingebaut ist.
Eine zuverlässige Übergabe des Referers erfolgt hier also leider nicht.
Javascript Methode 1 – window.location.href
Für die Weiterleitung mittels Javascript muß der Benutzer natürlich diese Skriptsprache im Browser aktiviert haben und die Ausführung erlauben. Das sollte aber noch bei der Mehrzahl der User der Fall sein, so daß diese Anweisung im Normalfall klappen sollte:
<script language=Javascript>
window.location.href=’http://www.ziel.com/’;
</script>
Auch hier gehen die übergebenen Referer wieder auseinander, immerhin sind sich jetzt 3 Browser einig. Firefox, Opera und Safari übergeben als Referer die Weiterleitungsseite, auf der das Javascript ausgeführt wird. Internet Explorer schlägt aus der Reihe und übergibt einfach mal gar nichts….
Auch hier wird Quellcode auf der Seite vor der Weiterleitung noch ausgeführt und somit eignet sich die Lösung auch für Tracking.
Javascript Methode 2 – form.submit
Eine auf den ersten Blick etwas eigenartige Form der Weiterleitung läßt sich mit diesem Codeschnipsel umsetzen:
<body onload=”javascript:frmClickTracking.submit();”>
<form action=”http://www.ziel.com/” method=”post” name=”frmClickTracking”>
</form>
Beim Laden des HTML-Codes wird also gleich das Formular abgeschickt und somit die Ziel-URL aufgerufen. Auch hier wird Trackingcode im Body vor der Weiterleitung noch ausgeführt. Eine weitere gute Nachricht: bei dieser Weiterleitungsmethode verhalten sich alle 4 Browser gleich und übergeben als Referer die Seite, die den Redirect ausgelöst hat, auf der also das Formular mittels Javascript abgeschickt wird.
Je nach Browser hat man also mal einen Referer und mal keinen, wirklich zuverlässig ist wohl nur die Weiterleitung mittels php header Anweisung, allerdings ist hier keine Codeausführung im Browser möglich, ergo kein Tracking. Die einzige Möglichkeit einen Referer zu übergeben und trotzdem Code auszuführen besteht in der etwas exotischen Weiterleitung mittels Javascript form.submit();
Bei allen anderen Methoden sind Abweichungen je nach verwendetem Browser gegeben.
Da man nie sicher sein kann, ob ein User Javascript aktiv hat, ist vielleicht eine Kombination aus mehreren Methoden sinnvoll. Entweder durch Implementierung einer Browserweiche, oder durch Hintereinanderschalten von mehreren Redirect. Beispielsweise läßt sich in einer Seite sowohl ein Refresh per Meta-Anweisung als auch die Weiterleitung mit Javascript umsetzen. Also, Meta-Refresh mit 1 Sekunde Verzögerung und form.submit(). Wenn das Javascript nicht greift, sollte der Meta-Redirect einspringen und als letzten Notnagel zeigt man einfach noch den beliebten Standardtext “Wenn Sie nicht weitergeleitet werden, klicken Sie bitte hier….”.
Es wäre schön wenn hier etwas mehr Einigkeit zwischen den Browsern herrschen würde, ich hoffe aber, daß mein kleiner Exkurs in die Welt der Redirects und Referer für den ein oder anderen hilfreich war.
23 Okt
Wie Golem.de berichtet wird Google Analytics wohl bald um einige Funktionen erweitert und bekommt ein neues Userinterface.
Vor allem den Bereich “maßgeschneiderte Berichte” finde ich interessant, auch wenn die Beschreibung natürlich noch nicht viel über die Funktionen dahinter aussagt.
Auch der Zugriff über API soll zumindestens einem Kreis von Beta-Testern ermöglicht werden.
Die Funktionen werden wohl nach und nach für alle User freigeschaltet, leider hatte ich noch keine Einladung in meinem Analytics-Account….
13 Okt
Mit dem neuen Dienst Yahoo Web Analytics will Yahoo laut Bericht von heise online bis Ende des Jahres an die Öffentlichkeit gehen. Aktuell läuft der Dienst in einer Beta-Phase und bietet Funktionalitäten wie Verfolgung des Besucherpfads auf der Website oder Analyse der Quellen aus denen Besucher auf eine Seite kommen.
Ob der Dienst wie Google Analytics kostenfrei sein wird, läßt Yahoo noch offen. Um allerdings ein kostenpflichtiges Angebot in den Markt zu bekommen, müßte hier schon ein deutlicher Mehrwert gegeben sein.
Lassen wir uns überraschen, nachdem immer mehr Surfer ganz speziell die Analysetools von Google blockieren, könnte ein zweiter Analysedienst für umfangreichere Daten im Bezug auf die Optimierung der eigenen Seite sorgen.
1 Okt
Zum 10. Geburtstag hat Google etwas ausgegraben, nämlich den Index von Google im Januar 2001. Liebe SEO-ler, keine Sorge! Eure Domain bleibt weiterhin im Index, auch wenn Sie noch keine 8 Jahre auf dem Buckel hat, der Index von damals wird natürlich nur auf einer speziellen Seite zur Verfügung gestellt. Hier gibts zum Google der Vergangenheit.
Die meisten werden dort wohl Ihre Webseite genausowenig finden, wie funktionierende Links. Hier sieht man auch wieder wie schnell sich das Netz ändert und wie kurzlebig doch so manche Webseite war und ist.
Viel Spaß beim Trip in die Vergangenheit, hätten wir damals doch schon gewußt, was wir heute wissen
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