Alles rund um Suchmaschinen und was man mit ihnen anstellen kann
24 Nov
Laut diesem Bericht bei golem.de und einer vorangegangenen Umfrage des ZDF-Politbarometers sind 57% der Deutschen grundsätzlich mit einer geheimen Onlinedurchsuchung einverstanden, natürlich nicht auf dem eigenen heimischen PC aber der Bundestrojaner wird als “grundsätzlich richtiges” Mittel angesehen.
Dabei ist sogar unter den Befürwortern der Online-Durchsuchung nicht klar, ob diese nur auf richterlichen Beschluß oder auch ohne entsprechende Kontrolle möglich sein soll. In welchen Fällen eine Online-Durchsuchung als legitimes Mittel eingesetzt werden soll, bleibt also momentan noch offen. Natürlich werden als Beispiele immer nur die Extremfälle angeführt, in denen man die Berechtigung einer solchen Aktion gar nicht in Frage stellen möchte. Daß die Online-Durchsuchung aber auch bei weit weniger schweren Vergehen eingesetzt werden könnte ist durchaus im Rahmen des möglichen.
Sicher haben Tauschbörsennutzer keine Durchsuchung Ihrer Festplatte zu befürchten, oder doch? Natürlich soll die Online-Durchsuchung nur bei schwerwiegenden Straftaten eingesetzt werden, aber ist der Bundestrojaner erst einmal beschlossene Sache, wird sich wohl auch diese Grenze verwischen lassen. Kommt die Online-Durchsuchung ohne richterlichen Beschluß, gleicht das in vielen Fällen einer kompletten Wohnungsdurchsuchung, überlegen Sie mal wie viele persönliche Daten sich auf Ihrem Rechner befinden und wie viele davon nicht für andere Augen bestimmt sind.
Ob der Bundestrojaner nach seinem Einsatz auch wieder entfernt wird, oder als Schwachstelle auf dem System bleibt und künftigen Angreifern als Zugang dient?
Ob jemand der wirklich etwas zu verbergen hat keine Mittel und Wege finden wird, seinen PC vor dem Zugriff durch die Online-Durchsuchung zu schützen? Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, vom Einsatz exotischer Betriebssysteme angefangen bis zu komplexer Verschlüsselungssoftware, Proxy-Netzwerken oder einfach die Trennung des Rechners vom Internet.
Wir sehen hier also einem Wettrüsten entgegen, die Online-Durchsuchung wird nur in wenigen Fällen erfolgreich möglich sein, wenn sich erst einmal entsprechende Schutzmaßnahmen etabliert haben.
23 Nov
Mal ein ganz anderes Thema: Makler, genauer gesagt Immobilien-Makler. Nach einiger Zeit auf Wohnungssuche hat man von einigen Angehörigen dieses Berufsstands ziemlich die Nase voll.
Na klar, man soll und kann nicht alle über einen Kamm scheren, einige schaffen es aber wirklich mit Dreistigkeit Ihr Geld zu machen und da fragt man sich schon ob man nicht den falschen Beruf gelernt hat. Für die meist 2,38 Monatsmieten Provision sollte man ja schon einiges erwarten dürfen, beispielsweise zuallererst eine ausführliche und brauchbare Beschreibung in Immobilienportalen im Internet. Da gehts aber teilweise schon los, schlechte oder keine Fotos oder absolute Themaverfehlung. Wie die süßen Kätzchen, die als leider einziges Bild zusammen mit einer Einzeilerbeschreibung hinterlegt werden. Oder der Carport, der zwar gut fotografiert, aber laut Beschreibung nicht zum Mietobjekt gehört.
Ein Anruf bei solchen Spezialisten bringt dann auch herzlich wenig: “Kommense vorbei, unterschreiben sie und holen Sie sich die Adresse”. Wow, dafür daß man alleine zum Objekt finden und fahren darf, keinerlei Beratung und Betreuung durch den Makler bekommt und noch Provision abdrücken muß doch ein durchaus faires Geschäftsgebahren.
Sicher sind nicht alle Makler so, wie überall gibt es schwarze Schafe und solche, die Ihren Beruf ernst nehmen und gerne machen. Unsere neue Wohnung haben wir übrigens ohne Makler und Provision gefunden
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18 Nov
Selbst als kleiner Webseitenbetreiber bekommt man nun schon regelmäßig Post und Werbeanrufe von den “Profis”. Ob es nun der Adwords Professional ist, der seine Dienste anbieten will, oder die SEO-Agentur, die fragt, ob man nicht lieber auf der linken Seite statt rechts in Google auftauchen will. Das der gute Mann damit den Unterschied zwischen natural search und paid search meinte, mußte er mir erstmal erklären.
Auch das mit dem Pagerank hatte der gute Mann noch nicht so ganz verstanden, zum einen gibt es wichtigere Kenngrößen und zum anderen ist es bei einer Seite deren URL gerade mal einen Monat registriert ist auch nicht weiter verwunderlich, daß sie keinen Pagerank hatte. Das läge wohl am Quellcode, der ganz nebenbei gesagt xhtml-strict konform ist…
Ganz ehrlich, wenn ich der Überzeugung bin, daß meine Seiten nicht ausreichend gut aufgebaut sind und besser ranken könnten, suche ich mir eine Agentur meines Vertrauens die Referenzen vorzuweisen hat und nutze nicht die Dienste eines SEO-lers der es nötig hat seine Kunden per Cold Call am Freitag nachmittag zu aquirieren.
Anscheinend hat die Masche aber Erfolg, sonst würde es ja keiner machen.
12 Nov
Wie schlimm es um die aktuelle Grippe-Epedemie bestellt ist soll sich in Zukunft anhand von Google-Suchanfragen ablesen lassen, wie Golem berichtet. Den aktuellen Grippe-Status kann man für die USA schonmal einsehen.
Logisch, wenn viele Menschen krank werden ist das Internet die erste Anlaufstelle um nach Grippemitteln, Hausrezepten oder Informationen zu suchen. Gehen also die Suchanfragen in diese Richtung nach oben, kann man auf einen Anstieg von Grippe-Erkrankungen spekulieren.
Ob so ein Trend auch vor der Finanzkrise erste Hinweise hätte bringen können? Wenn besonders viele Suchanfragen von Bankern nach sicheren Geldanlagen im Ausland und Auswandern in ein anderes Land kommen, sollte man vielleicht auch stutzig werden
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