Irgendwann ist auch bei Hobby-Webmastern die Ihre Seite nur zum Spaß angefangen haben der Punkt erreicht, an dem Sie Geld mit der Seite verdienen möchte und sei es auch nur um die Betriebskosten für Hosting wieder hereinzubekommen. Wer eine Seite mit vielen Besuchern hat wird sicher eine passende Werbeform finden, aber auch für Nischenseiten, die sich mit speziellen Themen beschäftigen und nur wenige Besucher haben, kann eine Vermarkung durchaus gewinnbringend sein.

Prinzipiell gibt es 3 Abrechnungsmodelle, die für Werbung verwendet werden.

CPM

Die früher gängigste Variante ist die Abrechnung per Einblendungen auch CPM (cost-per-mile) oder TKP (Tausender-Kontakt-Preis) genannt. Hierbei erhält man als Webmaster eine fixe Vergütung je 1000 Bannereinblendungen, kann also bereits im Vorfeld relativ genau berechnen mit welchen Einnahmen man rechnen darf. Anhand bestehender Logfiles sieht man ja wieviele Besucher es monatlich auf die Seite verschlägt und kann somit die ungefähren Einnahmen berechnen.

Ob man seinen Besuchern nun Banner, Layer oder Pagepeels präsentiert bleibt einem selbst überlassen, natürlich sind bei den offensiveren Werbeformen wie Layer auch die Vergütungen höher, dafür gibt es aber auch viele User, die Seiten mit störenden Layern gar nicht mehr besuchen. Hier sollte man also genau abwägen und auf einer Seite mit vielen Stammusern auf die Einblendung von Werbung verzichten, die eventuell auch die Benutzbarkeit der Seite beschränkt oder User abeschreckt.

Doch wie vermarktet man nun seine Webseite auf CPM-Basis? Hier gibt es eine Vielzahl von Anbietern, die sich auf Banner und/oder Layer spezialisiert haben, als Beispiele seien hier nur adscale.de (für die klassische Bannerwerbung) oder layer-ads.de (im Bereich Layer) genannt.

CPC

Die Abrechnung auf Klick-Basis bietet für den Werbetreibenden natürlich einen erheblichen Vorteil, der Benutzer landet auch wirklich auf der Seite des Werbetreibenden, was beim CPM-Abrechnung nicht der Fall sein muß. Als Webseitenbetreiber profitiert man hier von höheren Klickpreisen, zudem hat sich hier das Format Textlink zunehmend durchgesetzt, was meist auch eine höhere Klickrate mit sich bringt. Bei der klassischen Bannerwerbeform beobachtet man bereits eine Art “selektive Blindheit”, die Banner werden nicht mehr so deutlich wahrgenommen. Bei Textanzeigen ist dieser Effekt noch nicht in diesem Ausmaß vorhanden.

Der Trend geht hier vor allem zu kontextsensitiven Werbemitteln, also solchen die sich am Inhalt der Webseite anlehnen, die Sie betrieben. Haben Sie eine Webseite zum Thema Handy wird Ihnen ein Anbieter von kontext-sensitiver Werbung also Anzeigen von Mobilfunkanbietern oder SMS-Diensten anzeigen.

Am verbreitesten ist hier wohl das Google AdSense Format aber auch andere Anbieter wie Contaxe haben diesen Markt für sich entdeckt. Contaxe bietet beispielsweise auch die Funktion eine Webseite automatisch zu verlinken, taucht in Ihrem Text also der Begriff “Computerladen” auf, wird dieser automatisch mit einem Mouseover-Effekt und einem Link zu einem Shop versehen, der Computer anbietet und bei Contaxe wirbt.

Da Textlinks eine kaum störende Form der Werbung sind, bieten sich diese natürlich besonders für Seiten an, auf denen man den User binden möchte und nicht mit aufdringlicher Werbung vertreiben.

CPA

Die Abrechnung auf Aktions-Basis setzt sich immer mehr durch, hier bekommen Sie als Webseitenbetreiber nur dann eine Vergütung wenn ein User nach einem Klick von Ihrer Seite auch wirklich etwas getan hat, daß dem Werbetreibenden Vorteile bringt – beispielsweise etwas in dessen Shop eingekauft oder sich zum Newsletter angemeldet hat. Hier sind die Vergütungen natürlich am höchsten, da ja nur wirlich erfolgreiche Abschlüße zählen, der Werbetreibende zahlt nicht für Impressions oder Klicks die vielleicht gar nicht zu einem Geschäftserfolg führen.

Für Sie als Webseitenbetreiber bedeutet dieses Geschäftsmodell, daß die Werbung optimal auf Ihre Seite abgestimmt sein muß und Ihrem Publikum entsprechen muß. Auf einer Seite die sich mit Themen für Kinder beschäftigt ist eine Werbung für einen Kreditanbieter sicher fehl am Platz, ebenso werden Handyklingeltöne auf einer Aktien-Webseite nicht für überragend viele Abschlüsse sorgen.

Im Bereich des Affiliate-Marketing sind Sie sehr frei was die Einbindung von Werbemitteln angeht, hier stehen sowohl Textlinks als auch Banner und teilweise auch Sonderformen wie Layer oder Pagepeel zur Verfügung (je nach Angebot des Werbetreibenden). Sie können also auch direkt aus Texten verlinken und so die Benutzer letztendlich zum Besuch der Webseite animieren. Ob der Benutzer dann wirklich einen Kauf tätigt ist natürlich nicht in Ihrem Einflußbereich.

Diese Werbeform eignet sich also besonders für Spartenseiten, die zu wenig Besucher für eine Vermarktung auf CPM-Basis haben. Aber auch für große Portale die Ihre Besucher und deren Interessen gut kennen, kann eine passende Werbung an der richtigen Stelle durchaus effektiv sein.

Anbieter in diesem Bereich sind beispielsweise Zanox, Affilinet, Commission Junction oder Tradedoubler um nur mal die größten zu nennen.

Letztendlich werden sich die meisten Webseitenbetreiber wohl für eine Mischform entscheiden und verschiedene Modelle testen und anhand der Ergebnisse entscheiden.