Alles rund um Suchmaschinen und was man mit ihnen anstellen kann
12 Jun
Die neue Windows-Version Windows 7 wird in Europa ohne Internet-Explorer 8 ausgeliefert, die Bündelung von Windows mit dem IE ist laut EU-Kommission ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht.
Der Browserhersteller Opera hat Beschwerde eingereicht, Mozilla und Google schlossen sich an. Allerdings mit der Hoffnung, daß Microsoft alternative Browser zur Installation direkt mit Windows anbietet. Nun sieht es so aus als würde das neue Betriebssystem komplett ohne Internetbrowser daherkommen.
Wie Otto-Normaluser dann seine ersten Schritt ins Netz tun soll wird interessant, sicher sollten schonmal zusätzliche Hotliner eingestellt werden um der Flut von Anwendern gerecht zu werden, die sich fragen obs mit Windows 7 nun nicht mehr ins Netz geht.
18 Apr
Jetzt ist es amtlich, ganze 5 große Internet-Provider haben zugesichert die von Familienministerin von der Leyen geforderte Internetsperre umzusetzen. Weitere Provider warten noch auf die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage und haben die Vereinbarung nicht unterzeichnet.
Die Internetsperre soll die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Netz verhindern und der Kinderpornoindustrie Einhalt gebieten. Im Grundsatz sicher ein unterstützenswertes Ziel, daran besteht kein Zweifel, die Grundlage für die Entscheidung und die dazu angestrebten Maßnahmen erscheinen aber mehr als zweifelhaft.
So geht von der Leyen beispielsweise von einer florierenden Industrie aus, ob das wirklich so ist darf bezweifelt werden, hierzu hat Udo Vetter einen umfassenden Beitrag geschrieben. Auch heise online setzt sich kritisch mit der Sperrung auseinander, so wird klargestellt, daß der Zuwachs von Kinderpornografie durch das Internet von 111 Prozent nicht etwas aufgrund der effektiven Verurteilungen bemessen wird, sondern nur die Ermittlungsverfahren berücksichtigt. Durch die großangelegte “Aktion Himmel” wurden allein 12.000 Verfahren eingeleitet, von denen laut c’t-Recherchen mindestens die Hälfte im Sand verlief. Auch diese fallen aber in die zitierte Statistik.
Die Internetsperrung wird also aufgrund von zumindest zweifelhaften Daten beschlossen, viel kritischer ist aber das Fehlen jeglicher Kontrollinstanz im Entwurf von von der Leyen, so soll das BKA ermittelte Seiten durch Eintrag in eine Sperrliste direkt an die Provider melden, die diese Sperrung dann technisch umsetzen. Ein richterlicher Beschluß soll dafür nicht nötig sein, ebensowenig wird eine anschließende Prüfung der gesperrten Seiten durch eine zweite Instanz geplant. Auch die Frage was mit Seiten passiert, die illegales Material angeboten haben, aber wieder entfernt haben, bleibt offen. So könnten beispielsweise gehackte Seiten für immer auf der Sperrliste landen.
Da die Sperrliste nicht einsehbar sein soll, können weder Privatpersonen, Verbraucherschützer noch Journalisten die Rechtmäßigkeit einer Sperrung prüfen.
Wer garantiert nun also, daß diese Sperrlisten nur für Seiten mit kinderpornografischen Inhalten Anwendung finden? Ist der Aparat für die Zensur des Internets erst einmal geschaffen wird es ein leichtes, unliebsame Seiten aus dem Verkehr zu ziehen.
Mit einem entsprechenden Kontrollmechanismus könnte man die Sperrlisten vielleicht noch für ein gangbares Mittel halten, doch wie sieht es eigentlich mit der technischen Umsetzung aus? Die Sperrung soll auf den DNS-Servern passieren, die Anfrage an eine gesperrte Seite wird dann nicht auf den Server des Betreibers geleitet, sondern landet auf einer Seite mit dem Sperrhinweis.
Sehr schön finde ich hierzu den bei heise online zitierten Kommentar eines Technikers bei einem Provider: Diese Art der Sperrung sei „eigentlich schwachsinnig“ und treffe höchstens „Fritzchen Doof“. Sprich, die Sperrlisten sind für jeden der eine Suchmaschine und eine Maus bedienen kann mit wenigen Klicks zu umgehen. Wer gesperrte Inhalte sehen will, wird dies auch in Zukunft können, ein Mehraufwand von schätzungsweise 30 Sekunden (einmalig) wird sicher niemanden abhalten können.
Doch wozu dann der ganze Aufwand und warum wird die Internetsperrung so vehement vorangetrieben? Der Kampf gegen Kinderpornografie kann es allem anschein nach nicht sein, zwar verschwinden die gesperrten Seiten aus dem normalen Internet, sind aber trotzdem für jeden abrufbar, der diese Inhalte sehen möchte. Durch die Sperrung werden weder Server abgeschaltet noch verhindert Sie die Verbreitung von Kinderpornografie.
Wozu also das ganze? Sicher wirkt die Aktion wie ein großer Schlag gegen Kinderpornografie, letztendlich bleibt aber nur die Schaffung einer Internetzensur, bei der anzunehmen ist, daß sie sich auch auf andere Bereiche ausdehnen wird.
Um es klarzustellen, Kinderpornografie ist in jedem Fall abzulehnen und sowohl Drahtzieher als auch Konsumenten sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Die geplanten Sperren helfen aber weder bei der Suche nach den Urhebern noch verhindern Sie die Verbreitung. In diesem Fall sieht es so aus, als würde die Kinderpornografie als Vorwand benutzt um ein umfassendes Zensurinstrument zu schaffen. Die Umgehung dieser Zensur ist zwar selbst für technische Laien unproblematisch, aber viele Menschen werden diese Sperre nicht umgehen und surfen dann im zensierten Web. Solange sich die Sperrung nur auf illegale Inhalte bezieht sicher kein Verlust, wenn aber Seiten versehentlich gesperrt werden oder kritische Seiten bewußt auf die Blacklist gesetzt werden ist eine umfassende Information zu vielen Themen nicht mehr sichergestellt.
Wenn selbst Missbrauchsopfer gegen die Internetsperren vorgehen, sollte sich von der Leyen vielleicht doch noch einmal Gedanken machen. Die Sperrung von Inhalten ist in keinem Fall der richtige Weg um gegen die Urheber vorzugehen.
Bleibt zu hoffen, daß Protestaktionen und zahlreiche Artikel zum Thema für eine Aufklärung in der Bevölkerung und bei den Politikern sorgen und die drohende Zensur des Internet abgewendet werden kann.
18 Mrz
Nach einiger Auseinandersetzung mit Twitter bin ich nun wirklich zu dem Schluß gekommen, daß es vielleicht für Marketingmaßnahmen eine ganz nette Sache sein mag, daß ich aber nie meine privaten Gedanken auf Twitter posten würde. Wohin ein allzu freizügiger Umgang mit solchen Äußerungen führen kann zeigt diese Story bei golem.de.
Man sollte sich also genau überlegen, was man so twittert, genau wie bei Blog- und Foreneinträgen gibt es hier keine absolute Anonymität und man kann nie sicher sein, wer sonst noch mitliest.
Schon komisch, in Deutschland macht man sich Sorgen über Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung, derweil twittern Millionen Menschen fröhlich Ihre intimen Details. Sicher interessiert es keinen, daß Susis Hamster grad im Käfig verrückt spielt… Wer aber täglich einen Dienst wie Twitter nutzt denkt früher oder später nicht mehr über den Inhalt seiner Tweets nach und postet auch mal Dinge, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind.
Ein interessanter Eintrag findet sich auch im Blog der taz, eigentlich sind wir durch Web 2.0 Dienste bereits auf dem besten Weg zum gläsernen Menschen, dank des Hypes der darum entstanden ist fällt das aber fast keinem mehr auf.
Früher war man eben nicht erreichbar, heute wird vor dem Besuch des stillen Örtchens erst mal ein Post abgesetzt, der etwa den selben Gehalt an Sinn hat wie das anschließend folgende Ausscheidungsprodukt.
Im Umgang mit den neuen Möglichkeiten sollte man meiner Meinung nach doch etwas Vorsicht walten lassen und nicht jedem Einblick in sein Seelenleben gewähren. Sicher kann man bei Twitter & Co noch entscheiden was man der Öffentlichkeit zugänglich macht, der Schritt zum gläsernen Menschen ist aber in jedem Fall getan.
12 Mrz
Wenn sich eine Seite mit einem bestimmtem Thema auseinandersetzt, gute Beiträge verfaßt und häufige Updates bringt kann diese schonmal im Ranking steigen. Speziell bei Fanseiten kann dieser Effekt aber auch nach hinten losgehen, vor allem wenn dahinter nicht ein Hobby-Webmaster steckt, sondern jemand der aus der Seite Profit schlagen will. Dabei sollte es doch eigentlich egal sein ob ein professioneller SEO nun eine Themenseite aufzieht, oder der Fan von nebenan. Wenn die Fanseite im Ranking der Suchmaschinen über dem Anbieter steht ist das sicher schön für den Seitenbetreiber, kann aber auch jede Menge Ärger einbringen, wie der Fall von DSDS-News beweist.
Ob nun wirklicher Fan oder SEO der aus der Seite Gewinn erzielen möchte, Seitenbetreiber sollten vor solchen Aktionen geschützt werden. Nach über 3 Jahren auf einmal auf Markenrechte zu pochen die vorher nie angemeldet wurden läßt schon darauf deuten, daß die Seite einfach zu erfolgreich war. Auch die Tatsache, daß viele kleinere Blogs zum selben Thema verschont bleiben, spricht für sich. Sicher steckt hinter der Page ein professioneller SEO, ob die Seite aber nur einen kommerziellen Hintergrund verfolgt sei dahingestellt. Immerhin setzt sich der Betreiber ja aktiv mit der Show auseinander und auch einem SEO sollte es erlaubt sein, zu seinen Interessen im Web zu bloggen.
Das man auf die Idee kommt auf einer gut frequentierten Seite Werbung zu schalten dürfte auch niemanden verwundern, immerhin entstehen dadurch ja auch Kosten in nicht unerheblicher Höhe.
Mehr Infos zum Thema finden Sich auch beim Basic Thinking Blog.
10 Mrz
Nun hab ich mich auch mal dazu durchgerungen Twitter zu nutzen, wobei ich mich ja erst dem Zitat auf der Webseite anschließen wollte: “sounds totally ridiculous and stupid when you first hear about it”.
Aber man sollte ja offen für Neues sein und deswegen wollte ich Twitter nicht gleich als sinnlos abtun und werde es jetzt einfach mal ausprobieren. Neue Blog-Beiträge gibts jetzt also auch immer auf meinem Twitter-Profil. Und was mir sonst noch einfällt wird auch bei Twitter landen.
Ob es Sinn macht wird sich zeigen, erstmal mußte jedenfalls ein Plugin gefunden werden um Blogsposts automatisch auch zu twittern
. Und weil mal wieder nicht das passende dabei war, mußte eben auf die schnelle ein neues her, sobald das Plugin aus der Beta-Phase raus ist, werde ich es auch hier veröffentlichen.
9 Mrz
Wie bei golem.de nachzulesen soll in Kürze ein revolutionärer Durchbruch im Suchmaschinenbereich auf uns zukommen. Anstatt dem Benutzer nur möglichst passende Suchergebnisse zu präsentieren will Wolfram Alpha die Antwort auf Fragen finden und dem Benutzer direkt anzeigen.
Das System entwickelt der Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram mit einem Team von rund 100 Mitarbeitern. Bereits im Mai 2009 soll eine erste Version für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ob Wolfram Alpha wirklich die Antwort auf alle Fragen finden wird? Warten wir es ab, interessant wäre hier sicher die Frage nach dem Leben, dem Universum und allem. Ob Douglas Adams in “Per Anhalter durch die Galaxis” wohl recht behält und auch die neue Suchmaschine hier 42 ausspuckt?
In jedem Fall können wir gespannt sein, was sich da so tut. Nachdem Wolfram Alpha nur die Antwort und keine Verweise auf Webseiten ausspuckt, können sich SEOler aber schonmal zurücklehnen, keine Anpassungen an eine neue Suchmaschine…
23 Nov
Mal ein ganz anderes Thema: Makler, genauer gesagt Immobilien-Makler. Nach einiger Zeit auf Wohnungssuche hat man von einigen Angehörigen dieses Berufsstands ziemlich die Nase voll.
Na klar, man soll und kann nicht alle über einen Kamm scheren, einige schaffen es aber wirklich mit Dreistigkeit Ihr Geld zu machen und da fragt man sich schon ob man nicht den falschen Beruf gelernt hat. Für die meist 2,38 Monatsmieten Provision sollte man ja schon einiges erwarten dürfen, beispielsweise zuallererst eine ausführliche und brauchbare Beschreibung in Immobilienportalen im Internet. Da gehts aber teilweise schon los, schlechte oder keine Fotos oder absolute Themaverfehlung. Wie die süßen Kätzchen, die als leider einziges Bild zusammen mit einer Einzeilerbeschreibung hinterlegt werden. Oder der Carport, der zwar gut fotografiert, aber laut Beschreibung nicht zum Mietobjekt gehört.
Ein Anruf bei solchen Spezialisten bringt dann auch herzlich wenig: “Kommense vorbei, unterschreiben sie und holen Sie sich die Adresse”. Wow, dafür daß man alleine zum Objekt finden und fahren darf, keinerlei Beratung und Betreuung durch den Makler bekommt und noch Provision abdrücken muß doch ein durchaus faires Geschäftsgebahren.
Sicher sind nicht alle Makler so, wie überall gibt es schwarze Schafe und solche, die Ihren Beruf ernst nehmen und gerne machen. Unsere neue Wohnung haben wir übrigens ohne Makler und Provision gefunden
.
12 Nov
Wie schlimm es um die aktuelle Grippe-Epedemie bestellt ist soll sich in Zukunft anhand von Google-Suchanfragen ablesen lassen, wie Golem berichtet. Den aktuellen Grippe-Status kann man für die USA schonmal einsehen.
Logisch, wenn viele Menschen krank werden ist das Internet die erste Anlaufstelle um nach Grippemitteln, Hausrezepten oder Informationen zu suchen. Gehen also die Suchanfragen in diese Richtung nach oben, kann man auf einen Anstieg von Grippe-Erkrankungen spekulieren.
Ob so ein Trend auch vor der Finanzkrise erste Hinweise hätte bringen können? Wenn besonders viele Suchanfragen von Bankern nach sicheren Geldanlagen im Ausland und Auswandern in ein anderes Land kommen, sollte man vielleicht auch stutzig werden
.
27 Okt
Es gibt verschiedene Arten den User von einer auf die andere Seite weiterzuleiten, muß man auf der Zwischenseite keinen Code anzeigen ist das Mittel der Wahl ein einfacher http-redirect mittels der header-Anweisung von php. Sobald aber auf der Zwischenseite etwas angezeigt werden soll, beispielsweise ein Trackingcode zum Erfassen von Clickouts, wir die Sache schon komplizierter. Dann verhält sich nämlich jeder Browser je nach verwendeter Redirect-Methode anders und übergibt den Referer entweder, oder läßt ihn unter den Tisch fallen.
Das Problem dabei ist, daß zum Beispiel beim Clickout auf Affiliate-Programme der Referer übergeben werden sollte, ansonsten sieht man sich vielleicht bald mit Fragen bezüglich der Trafficquelle konfrontiert.
Deswegen hier eine Übersicht der gängigsten Redirects und dem Verhalten von Firefox, Internet Explorer, Opera und – last but not least – Safari.
Beim Test wird auf ein Link auf eine Seite gesetzt, die den Redirect ausführt. Das Redirectziel zeigt anschließend den Referer an. Der Redirect geht über verschiedene Domains um verläßliche Daten zu erzeugen, die Browser sind in der Standardkonfiguration ohne Sicherheits- oder Privacy-Plugins.
Redirect mittels php header():
Mittels PHP wird weitergeleitet, dabei kann man noch einen http-code übergeben, beispielsweise 302:
<?php
header(“Location:http://www.ziel.com/”);
?>
Hier verhalten sich wirklich mal alle Browser identisch, als Referer wird der Ursprung übergeben, also die Seite, von der man auf das redirect-Skript linkt. Beim Redirect mittels header hat man allerdings keine Möglichkeit mit Trackingcode zu arbeiten, da jede Browserausgabe die Weiterleitung verhindern würde.
Meta-Refresh im HTML Head
Der zweite sehr gängige Ansatz ist der sogenannte Meta-Refresh, hier wird im HTML-Kopfbereich die Anweisung zur Weiterleitung in den Meta-Tags gegeben, das ganze sieht dann so aus:
<html>
<head>
<meta http-equiv=”refresh” content=”0;url=http://www.ziel.com/”>
</head>
</html>
Die Angabe 0 im Content-Bereich gibt die Anzahl von Sekunden an, die vor dem Redirect gewartet werden soll. 0 steht also für sofortige Weiterleitung. Hier kann man auf der HTML-Seite noch Trackingcode unterbringen.
Bereits bei diesem Redirect gehen die Verhaltensweisen der Browser auseinander, immerhin sind sich jeweils 2 Vertreter einig: Firefox und Internet Explorer übergeben einen leeren Referer, bei Opera und Safari wird als Referer die weiterleitende Seite übergeben, also die, auf der der Meta-Refresh eingebaut ist.
Eine zuverlässige Übergabe des Referers erfolgt hier also leider nicht.
Javascript Methode 1 – window.location.href
Für die Weiterleitung mittels Javascript muß der Benutzer natürlich diese Skriptsprache im Browser aktiviert haben und die Ausführung erlauben. Das sollte aber noch bei der Mehrzahl der User der Fall sein, so daß diese Anweisung im Normalfall klappen sollte:
<script language=Javascript>
window.location.href=’http://www.ziel.com/’;
</script>
Auch hier gehen die übergebenen Referer wieder auseinander, immerhin sind sich jetzt 3 Browser einig. Firefox, Opera und Safari übergeben als Referer die Weiterleitungsseite, auf der das Javascript ausgeführt wird. Internet Explorer schlägt aus der Reihe und übergibt einfach mal gar nichts….
Auch hier wird Quellcode auf der Seite vor der Weiterleitung noch ausgeführt und somit eignet sich die Lösung auch für Tracking.
Javascript Methode 2 – form.submit
Eine auf den ersten Blick etwas eigenartige Form der Weiterleitung läßt sich mit diesem Codeschnipsel umsetzen:
<body onload=”javascript:frmClickTracking.submit();”>
<form action=”http://www.ziel.com/” method=”post” name=”frmClickTracking”>
</form>
Beim Laden des HTML-Codes wird also gleich das Formular abgeschickt und somit die Ziel-URL aufgerufen. Auch hier wird Trackingcode im Body vor der Weiterleitung noch ausgeführt. Eine weitere gute Nachricht: bei dieser Weiterleitungsmethode verhalten sich alle 4 Browser gleich und übergeben als Referer die Seite, die den Redirect ausgelöst hat, auf der also das Formular mittels Javascript abgeschickt wird.
Je nach Browser hat man also mal einen Referer und mal keinen, wirklich zuverlässig ist wohl nur die Weiterleitung mittels php header Anweisung, allerdings ist hier keine Codeausführung im Browser möglich, ergo kein Tracking. Die einzige Möglichkeit einen Referer zu übergeben und trotzdem Code auszuführen besteht in der etwas exotischen Weiterleitung mittels Javascript form.submit();
Bei allen anderen Methoden sind Abweichungen je nach verwendetem Browser gegeben.
Da man nie sicher sein kann, ob ein User Javascript aktiv hat, ist vielleicht eine Kombination aus mehreren Methoden sinnvoll. Entweder durch Implementierung einer Browserweiche, oder durch Hintereinanderschalten von mehreren Redirect. Beispielsweise läßt sich in einer Seite sowohl ein Refresh per Meta-Anweisung als auch die Weiterleitung mit Javascript umsetzen. Also, Meta-Refresh mit 1 Sekunde Verzögerung und form.submit(). Wenn das Javascript nicht greift, sollte der Meta-Redirect einspringen und als letzten Notnagel zeigt man einfach noch den beliebten Standardtext “Wenn Sie nicht weitergeleitet werden, klicken Sie bitte hier….”.
Es wäre schön wenn hier etwas mehr Einigkeit zwischen den Browsern herrschen würde, ich hoffe aber, daß mein kleiner Exkurs in die Welt der Redirects und Referer für den ein oder anderen hilfreich war.
28 Jul
Die von ehemaligen IBM- und Google-Mitarbeitern entwickelte Suchmaschine Cuil soll Benutzern mit 121 Milliarden erfaßten Seiten, einer Kategorisierung und dem Versuch den Inhalt gespiderter Seiten in einen Kontext zu bringen mehr Komfort beim Suchen im Netz ermöglichen.
Die ersten Ergebnisse sind aber doch eher ernüchternd, auf die Sprache des Benutzers wird anscheinend noch gar nicht eingegangen und auch die Suchergebnisse sind nicht immer passend zum Suchbegriff. Ob es wirklich sinnvoll ist bis zu 3 mal mehr Webseiten zu spidern als jede andere Suchmaschine (laut eigenen Angaben) bleibt dahingestellt, wenn man dann nicht das findet, wonach man sucht…
Sicher steckt hier noch einiges an Potential, vielleicht war es für den öffentlichen Start auch noch etwas zu früh. Was man auch daran sieht, daß die Server von Cuil seit der Ankündigung (beispielsweise bei Golem.de) öfter mal in die Knie gegangen sind.
Auf jeden Fall macht es im Moment wohl noch keinen Sinn seine Seite für den Spider von Cuil zu optimieren