SEO und SEM

Alles rund um Suchmaschinen und was man mit ihnen anstellen kann

Eine Seite beurteilen

Auf der Suche nach potentiellen Linkpartnern oder vielleicht sogar nach Webseiten die einen Kauf lohnen stellt sich immer die Frage, wie diese Seite dasteht.

Früher galt der Google PageRank als das Maß aller Dinge, es gibt aber viele andere Faktoren, die den Wert einer Seite beeinflussen, beispielsweise die Anzahl von qualitativ hochwertigen Backlinks, die Position in den Suchergebnissen zu bestimmten Keywords, die Anzahl der indizierten Seiten, die Anzahl der Seitenaufrufe pro Tag oder die Anzahl registrierter Benutzer.

Einige Faktoren kann man trotz guter Tools nur schätzen ohne die Logfiles einer Seite einsehen zu können. Einen umfassenden ersten Überblick erhält man mit der SeoQuake Toolbar, die es für Firefox und IE gibt. Diese fragt Kenndaten von Suchmaschinen zur gerade besuchten Seite ab, so erhält man die Anzahl der indizierten Seiten und die Anzahl der Backlinks, die bei den einzelnen Suchmaschinen erkannt wurden.

Einen ungefähren Eindruck von der Besucheranzahl kann man mit Hilfe des Alexa Rank bekommen. Dieser basiert auf Usern, die die Alexa Toolbar verwenden und ist daher sicher nicht allzu repräsentativ aber immerhin ein Anhaltspunkt.

Online-Tools wie Seitwert.de kombinieren mehrere Faktoren und zeigen ein eigenes Ranking an. Auch das kann als Maßstab dienen.

Natürlich sollte man sich den Quelltext der Seite ansehen, auf den Aufbau der URLs achten und dergleichen, letztendlich zählt vor allem, ob die Seite gut zu einem bestimmten Keyword gefunden wird. Auch das sollte man aber über einen längeren Zeitraum beobachten, Höhenflieger gibt es hier auch immer wieder, der Absturz ist oft nur eine Frage der Zeit.

Letztendlich sollte man sich wohl auf eins verlassen: würde ich als Benutzer diese Seite attraktiv finden und wiederkommen?

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  • Webkataloge und Artikelverzeichnisse

    Webkataloge galten früher als das Allheilmittel um schnell gut gerankt zu werden. Diese Seiten hatten einen hohen Pagerank, ergo konnten auch die verlinkten Seiten nicht schlecht sein und wurden von Suchmaschinen somit als relevant angesehen. Durch die Backlinkpflicht wurde der Rank des Katalogs schön oben gehalten, was natürlich den eingetragenen Seiten auch zugute kam.

    Die große Ernüchterung folgte auf dem Fuss: Abstrafung von Seiten die nur oder größtenteils aus ausgehenden Links bestehen, sowie von offensichtlichem 1zu1-Backlinking.

    Als Ausweichmethode haben findige Gesellen nun die Artikelverzeichnisse erfunden. Hier wird gesammelter Content hinterlegt aus dem dann nur einige Verlinkungen erlaubt sind. Backlinks sind meist keine Pflicht mehr, da der Verzeichnisbetreiber ja etwas sehr viel wertvolleres bekommt: Unique Content. Jeder der Backlinks aus dem Artikelverzeichnis möchte, muß einen Artikel verfassen, der eine bestimmte Wortanzahl nicht unterschreiten darf. Darin dürfen dann einige Links zur eigenen Seite platziert werden.

    Auf den ersten Blick eine feine Sache um Google und Co auszutricksen: Unique Content ist vorhanden, es gehen pro Artikel nur einige Links nach draußen und diese sind noch dazu themenrelevant.

    Allerdings sollte man sich auch hier fragen, wo der Nutzwert für den User liegt. Linklisten wären sicher nicht abgestraft worden, wenn sie einen Mehrwert für den Benutzer dargestellt hätten. Das war  nicht so, da sie nur aus einer willkürliche Anhäufung von Links bestanden.
    Woraus bestehen Artikelverzeichnisse? Möchte man es böse formulieren könnte man sagen: aus einer willkürlichen Anhäufung von Content. Die meisten Verzeichnisse sind nicht spezialisiert und bieten beinahe alle Themen an. Der Content ist meist nicht gerade hochwertig, sondern schnell zusammengetippt. Schließlich geht es dem Ersteller des Artikels nur um den Backlink, die Zeit um qualitativ hochwertigen Content zu erstellen nimmt man sich doch lieber für die eigenen Projekte.

    Letztendlich entstehen hier also noch mehr Anhäufungen sinnlosen Contents als wir sie durch viele andere Erscheinungen schon haben. Ich denke daher, daß es Artikelverzeichnissen auf Dauer genauso ergehen wird, wie Webkatalogen: Abstrafung durch die Suchmaschinen und Verschwinden im Nirvana des World Wide Web. Auch wenn hinter den Rankingalgorithmen der Suchmaschinen zuerst mal Maschinen stecken, sind diese doch von Menschen erstellt, die sich Gedanken darüber machen, was der User wirklich finden will.

    Natürlich ist das nur meine Meinung und vage Vorhersage, aber warten wir mal das nächste Update der Suchmaschinen-Blackboxen ab….

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