SEO und SEM

Alles rund um Suchmaschinen und was man mit ihnen anstellen kann

Duplicate Content – Alles Panikmache?

Zumindestens bei diesem Artikel auf dem Blog der Google Webmaster-Zentrale gewinnt man den Eindruck, daß Duplicate Content bei weitem kein so großes Problem ist, wie einige Webmaster annehmen.
Natürlich ist das Klauen von Content anderer Seiten nichts was einen im Google-Index nach vorne bringen wird, Duplicate Content durch auf mehreren URLs erreichbare Seiten scheint aber weniger ein Problem darzustellen.
Speziell bei der Nutzung von CMS oder Blogs läßt sich das ja nicht immer oder nur mit großem Aufwand umgehen. Zudem stellt DC ja auch teilweise einen Mehrnutzen für den User dar, beispielsweise bei der Kategorisierung von Artikeln in einem Blog oder der Verwendung von Tags.
Schön, daß sich Google selbst auch mal zu dem Thema äußert und somit deutlich wird, daß man durchaus auch mit einem Standard-CMS auf einen hohen Rank im Index hoffen kann – Hauptsache der Content stimmt und ist nicht von anderen Seiten kopiert.

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  • Eine Seite beurteilen

    Auf der Suche nach potentiellen Linkpartnern oder vielleicht sogar nach Webseiten die einen Kauf lohnen stellt sich immer die Frage, wie diese Seite dasteht.

    Früher galt der Google PageRank als das Maß aller Dinge, es gibt aber viele andere Faktoren, die den Wert einer Seite beeinflussen, beispielsweise die Anzahl von qualitativ hochwertigen Backlinks, die Position in den Suchergebnissen zu bestimmten Keywords, die Anzahl der indizierten Seiten, die Anzahl der Seitenaufrufe pro Tag oder die Anzahl registrierter Benutzer.

    Einige Faktoren kann man trotz guter Tools nur schätzen ohne die Logfiles einer Seite einsehen zu können. Einen umfassenden ersten Überblick erhält man mit der SeoQuake Toolbar, die es für Firefox und IE gibt. Diese fragt Kenndaten von Suchmaschinen zur gerade besuchten Seite ab, so erhält man die Anzahl der indizierten Seiten und die Anzahl der Backlinks, die bei den einzelnen Suchmaschinen erkannt wurden.

    Einen ungefähren Eindruck von der Besucheranzahl kann man mit Hilfe des Alexa Rank bekommen. Dieser basiert auf Usern, die die Alexa Toolbar verwenden und ist daher sicher nicht allzu repräsentativ aber immerhin ein Anhaltspunkt.

    Online-Tools wie Seitwert.de kombinieren mehrere Faktoren und zeigen ein eigenes Ranking an. Auch das kann als Maßstab dienen.

    Natürlich sollte man sich den Quelltext der Seite ansehen, auf den Aufbau der URLs achten und dergleichen, letztendlich zählt vor allem, ob die Seite gut zu einem bestimmten Keyword gefunden wird. Auch das sollte man aber über einen längeren Zeitraum beobachten, Höhenflieger gibt es hier auch immer wieder, der Absturz ist oft nur eine Frage der Zeit.

    Letztendlich sollte man sich wohl auf eins verlassen: würde ich als Benutzer diese Seite attraktiv finden und wiederkommen?

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  • SEO vs. Benutzerorientierung

    Beim Optimieren einer Seite vergessen leider immer mehr Webmaster, daß Webseiten nicht nur für Suchmaschinen gemacht werden. Texte werden bis zur Unlesbarkeit mit Keywords vollgestopft, Tagclouds an jeder Ecke und Überschriften zuhauf.

    Teilweise wird es aber noch schlimmer, wenn die Optimierungen dann mal gegriffen haben. Ab diesem Zeitpunkt kann man als kluger Webmaster anfangen den Traffic zu monetarisieren, wie es so schön heißt. Um Klickraten zu optimieren bietet es sich natürlich an, Werbemittel im Textfluß zu integrieren. Ein Werbemittel ist hier leider mittlerweile zur Ausnahme geworden, die Übergänge sind fließend und teilweise fällt es schwer, den relevanten Content und die Werbung klar optisch zu differenzieren. Für den Benutzer, der auf dieser Seite eventuell eine Problemlösung gesucht hat, bedeutet das einfach nur Frust, da ihm keine schnelle Abhilfe geboten wird, sondern er zum Klick auf diverse Banner, Textanzeigen und Links genötigt wird, die dem Webmaster Geld einbringen sollen.

    Ob diese Art der Suchmaschinen Einkommensoptimierung auf Dauer haltbar ist? Sehr fraglich. In anderen Branchen hat man auch schon erkannt, daß Stammkunden ein wichtiges Kapital darstellen und bemüht sich dieses Klientel auch zu halten. Im Netz hat sich diese Einstellung noch nicht durchgesetzt, dabei ist es hier genauso: Eine hilfreiche Seite wird gebookmarkt und später wieder besucht. Wer dagegen nach einer Suche auf einer Seite landet, die ihm keine gut lesbaren und gut vermittelten Inhalte bietet, wird sich diese Seite kaum in den Favoriten speichern. Eventuell bleibt aber die URL im Hinterkopf und wird bei den nächsten Suchergebnissen einfach ignoriert.

    Es hilft nichts, bei diversen Suchmaschinen auf der ersten Seite gelistet zu sein, wenn User die Seite als nicht hilfreich erachten und nicht wieder besuchen. Und wer guten Content bietet, wird von ganz alleine in den Suchergebnissen nach oben rutschen, solange ein paar grundlegende Dinge beim Coden der Seite beachtet wurden.

    Letztendlich ist das Internet doch für User gedacht, und nicht dazu um den Spidern diverser Suchmaschinen Futter zu bieten.

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